Servicetechniker kommen aus ganz verschiedenen technischen Berufen

Viele Wege führen in den technischen Service – warum nicht nur die Ausbildung zählt

Industriemechaniker, Elektroniker, Mechatroniker – oder ein ganz anderer technischer Hintergrund?
 

Wer als Servicetechniker arbeitet, hat nicht unbedingt auch seine berufliche Laufbahn im Service begonnen.

Manche kommen aus der Instandhaltung, andere aus der Produktion, der Montage oder der Inbetriebnahme. Wieder andere haben sich im Laufe ihrer Karriere Kenntnisse angeeignet, die weit über ihre ursprüngliche Ausbildung hinausgehen.
 

Und genau das macht den technischen Service so vielseitig.
 

Was jemand gelernt hat, ist wichtig. Was jemand tatsächlich kann, aber mindestens genauso.
 

Ein Industriemechaniker kann über viele Jahre elektrotechnische Kenntnisse aufgebaut haben. Ein Elektroniker hat vielleicht regelmäßig mechanische Baugruppen gewartet und repariert. Und ein Mechatroniker kann sich auf komplexe Steuerungssysteme spezialisiert haben.

Die Berufsbezeichnung allein verrät also längst nicht alles.
 

Viel interessanter sind die Fragen:

  • Mit welchen Maschinen und Anlagen hat jemand gearbeitet?
  • Welche Störungen konnte er selbstständig beheben?
  • Welche mechanischen, elektrischen oder steuerungstechnischen Kenntnisse sind vorhanden?
  • Welche neuen Aufgaben möchte er übernehmen?
     

Ein Branchenwechsel bedeutet nicht, bei null anzufangen
 

Wer beispielsweise jahrelang Verpackungsmaschinen gewartet hat, bringt möglicherweise Fähigkeiten mit, die auch im Sondermaschinenbau oder in anderen Industriebereichen gefragt sind.
 

Natürlich unterscheiden sich Maschinen und Technologien. Aber systematische Fehlersuche, technisches Verständnis und praktische Erfahrung lassen sich häufig auf andere Bereiche übertragen.
 

Und auch der Wechsel aus der stationären Instandhaltung in den Außendienst kann eine interessante Perspektive sein.

Was noch fehlt, lässt sich je nach Position durch Einarbeitung, Schulungen und praktische Erfahrung ergänzen.
 

Potenzial erkennen statt nur Lebensläufe vergleichen
 

Bei DIE REKRUTEREI erleben wir in unseren Gesprächen mit Servicetechnikern immer wieder, wie unterschiedlich berufliche Wege verlaufen.

Deshalb schauen wir genauer hin: Welche Erfahrungen bringt jemand wirklich mit? Was kann er bereits selbstständig? Und wo möchte er sich weiterentwickeln?
 

Denn ein Lebenslauf zeigt berufliche Stationen. Die Fähigkeiten dahinter erschließen sich oft erst im persönlichen Gespräch.
 

Technische Kompetenz hat viele Gesichter
 

Nicht jede Ausbildung passt zu jeder Servicestelle. Und nicht jeder Branchenwechsel ist ohne zusätzliche Qualifizierung möglich.

Aber es lohnt sich, über die klassischen Berufsbezeichnungen hinauszuschauen.
 

Denkanstoß für Arbeitgeber
 

Vielleicht lohnt es sich, beim nächsten Blick auf einen Lebenslauf nicht zuerst zu fragen: „Hat dieser Kandidat genau die richtige Ausbildung?“

Sondern: „Welche Fähigkeiten bringt dieser Mensch bereits mit – und was könnte er bei uns noch lernen?“
 

Denn wer ausschließlich nach dem perfekten beruflichen Werdegang sucht, übersieht möglicherweise Menschen, die fachlich und persönlich sehr gut ins Team passen würden.
 

Manchmal braucht es keinen Kandidaten, der schon alles kann. Sondern ein Unternehmen, das erkennt, was in ihm steckt.